Oktober - Dezember 2004
Kuba CostaRica Nicaragua Honduras ElSalvador Guatemala Belize

KUBA

 
1. - 3. Tag
Havana

Kai und Dario kamen einen Tag später an, da sie ihren Anschlußflug in Cancun verpasst hatten bzw. der Flieger eine Stunde zu früh geflogen ist.
Wohnen: Casa particular (Casa „Quinta de los Molinos“, Antero) im Wohnviertel Vedado
Sightseeing: Malecon, Havana vieja (Altstadt), Capitol, Revolutionsmuseum
Fazit: Havana hat mir erst mal gar nicht gefallen, weil die Stadt dreckig und voller Autoabgase ist und auch die vielen total verfallenen aber noch bewohnten Häuser erst mal nicht schön sind. Außerdem haben wir erst mal keine Möglichkeit gefunden was zu trinken oder essen zu kaufen (abgesehen von den nicht sehr einladenden Strassenständen der Einheimischen). Dafür gibt es tolle alte Autos, die bei uns nur im Museum stehen auf den Strassen zu erleben. Nach 2 (bzw. 3) Nächten sind wir in Richtung Cienfuegos mit einem Taxi losgefahren. Eigentlich wollten wir mit dem Bus fahren, da es aber nicht genug Plätze (für uns Dollartouristen) gab wurde uns das Taxi für den gleichen Preis angeboten. Damit sind wir dann irgendwann von der Autobahn abgebogen um mehr von Land und Leuten zu sehen. Unterwegs haben wir an einigen Orten (Krokodilfarm, Schweinebucht (Bahia d Cochinos), Cueva de los Peces (eine mit dem Meer verbundene Lagune/Höhle mit bunten Fischen) kurz angehalten. Auf Rat des Taxifahrers sind wir dann nicht in Cienfuegos geblieben, sondern weiter nach Rancho Luna gefahren.

 
4. - 6. Tag
Rancho Luna

 

Dies ist ein kleiner Ort (ca. 30 Häuser, 1 kleines Hotel) an einem netten Strand mit türkisfarbenem, aber etwas trübem Wasser. Sehr ruhig, fast keine Touristen.
Wohnen: Casa particular, bei total lieben, freundlichen Kubanern, die uns richtig verwöhnt haben, mit leckerem Essen, hilfsbereitschaft (Telefon, Internet, Gitarre und Waschmaschiene) und dem Gefühl, dass sie uns gerne als Gäste hatten. Hier gab es einen Schnorchelausflug mit der Tauchschule, einen Gitarrenabend und ansonsten viel Ruhe am Strand.

 

 
7. - 10. Tag
Trinidad
Die Fahrt hierher war unsere kubanischste. Es kam ein Mann mit winzigem Mini-Fiat, kleiner als ein Fiat-Uno. Kai mußte sich „zusammenrollen“ um reinzupassen, die Rucksäcke kamen obendrauf, natürlich ohne Schnur und in Mülltüten getarnt. Bei der hügeligen Strecke mußte der arme Kleine Fiat ganz schön schaffen, die Gipfel wurden immer gerade mit letzter Not erreicht.
Die Stadt ist eine der am stärksten von Touris besuchten, viele Tagestouristen, Weltkulturerbe. Diese Stadt habe ich mir anders vorgestellt, eben restauriert, schließlich ist sie Weltkulturerbe. Aber es war fast kein Haus renoviert (nur die Casa particulares) und die Strassen waren sehr dreckig. Außerdem ist es erst mal ein komisches Gefühl durch die mit untätigen Cubanern gefüllten Strassen zu laufen. Es hat auch genervt, dass hier sehr viele unterwegs waren, die einem sehr penetrant Paladare (Häuser mit der Lizenz für 1-3 Tische zu bewirten) anboten. Als wir uns an die Stadt gewöhnt hatten, konnten wir dann schon noch die alten kolonialen Häuser geniese, nur restauriert wären sie halt schöner (wohl auch für die Einheimischen). Den vielen Touris sei Dank gab es hier immerhin Internet und einen Supermakt (Kekse und Getränke). Außerdem haben wir hier unsere erste Peso-Pizza gegessen, schön fettig, zusammengefaltet aus einem ziemlich ranzigen Laden. Aber die Pizza war gut und unschlagbar billig (3 Pesos = 12 $cent).
Wohnen: Casa particular (Margarita, liebe Frau, viele Kinder). Das Haus lag in einer Strasse, in die wir erst gar nicht reinfahren wollten. Da hingen super viele Cubaner rum, die Strasse war löchrig und dreckig und die Häuser runtergekommen. Aber unser Haus war neu renoviert und von innen sehr schön und wir hatten eine Terrassse und konnten über die Dächer der Strasse schauen. Die Leute sitzen in der Strasse rum um sich zu unterhalten, weil sie sonst nichts zu tun haben (warscheinlich bringen die Touris genug Dollars).
Hier haben wir uns das Valle de los Ingenios (Zuckermühlen-Tal) angeschaut. Das Touriziel ist hier der Manaca Iznaga. Das ist der ehemalige Wachturm, zum Überwachen der Sklaven in den Zuckerrohrfeldern. Früher war die Gegend einer der wichtigesten Anbauuorte Kubas. Der Turm ist 44 m hoch und eine mehr oder weniger stabile Holztreppe mit einigen lockeren Balken (und einigen morschen Balken, in denen sich ein Bienenvolk wohlgefühlt hat) führt hinauf. Anschließend haben wir noch eine alte Zuckermühle ausprobiert, die früher von Menschen oder Tieren angetrieben wurde um die Zuckerrohrstengel auszupressen. An diesem Tag wurden Dario und Kai eingespannt. Dafür wurden sie mit einem Glas frisch (und selbst) gepresstem Zuckersaft mit einem Schuß Rum belohnt. Außerdem sind wir zum Topes de Collantes, einem Nationalpark in den Bergen (Sierra del Escambray) oberhalb Trinidads gefahren. Hier gab es einen Wanderpfad in ein Tal hiunter zu einem Wasserfall. Unterwegs haben wir ein paar Kaffeepflücker getroffen und Kai hat einen Ameisenhaufen zerstört, weil er die Ameisen herauslocken wollte. (So sind sie halt, die Grünen!) Außerdem gab es viele wunderschöne Bäume mit allerlei Bromelien. In einer Felswand haben wir einen riesigen versteinersteinten Baumstamm gesehen (naja, vielleicht sah der Fel auch nur so aus, aber auf den ersten Blick sah es halt so aus). Der Wasserfall war zwar schön und die Jungs haben schön darin herumgeplanscht, aber eigentlich war er nicht besonders spektakulär. Zum Glück waren wir sehr früh dort, denn bald kamen mehrere Reisegruppen hin, die uns dann verjagt haben. Der Weg sollte 1,5 h runtergehen und 2 h wieder rauf. Die 1,5 h runter haben gestimmt, hoch haben wir nur 45 min gebraucht.
Einen Nachmittag verbrachten wir am Playa Ancon. Der Strand ist 18 km von Trindad entfernt und auch schon ein Traum. Schneeweiß, klares Wasser, ein paar Palmen gegen die Sonne, Kokosnuß- und Pizzaverkäufer. Hier sind wir mit einem 3-er Coco-Taxi hingefahren (das arme Gefährt, es ist doch nur ein 50-iger Roller mit 3 Rädern und Sitzbank).
Außerdem haben wir noch einen Reitausflug gemacht. Die Pferde waren relativ klein aber in gutem Zustand. Die erste Hälfte des Weges war eine Katastrophe, sehr steil rauf und runter und sehr steinig. Die Pferde waren super trittsicher, was Dario aber nichts genutz hat, weil er an einer besonders steilen Stelle das Gleichgewicht verlor und sein Pferdchen mit ihm einen Rückwärtspurzelbaum gemacht hat. Zum Glück konnte er sein Bein unter dem Pferd rausziehen und es ist ihm nichts passiert, das Pferd lag aber erst mal fest. Zum Glück sind diese Pferde wirklich ruhig, mit vereinten Kräftren konnten die Männer ihm beim aufstehen helfen und es war unverletzt. Wir sind dann erst mal ein Stück gelaufen und dann war der Weg auch besser, nicht mehr so steil. Zwischenzeitlich sind wir auch über Wiesen und Weiden geritten und dabei sogar viel getrabt. Kai hat sich in seiner ersten Reitstunde sehr gut gehalten.
 
11. - 14. Tag
Varadero

 

Hierher hat uns ein alter bekannter gefahren, der uns auch schon das Valle de los Ingenios gezeigt hat. Sein Taxi hat eine ziemlich zersprungene Frontscheibe, da ist mal ein großer Geier reingeflogen. Na ja, in Deutschland werden die Scheiben schon bei winzigen Steinschlag-Löchern ausgetauscht, hier halt nicht mal wenn Sprünge quer drüber gehen. Es gibt halt keine neuen Scheiben, Kubaner sind froh wenn es überhaupt ein Auto gibt.
Varadero ist die Touri-Hochburg; 20 km lange Landzunge, die ins Meer reicht. Die großen Hotelresorts beginnen ungefähr in der Hälft und reichen bis zur äußersten Spitze. Im vorderen Teil der Landzunge liegt der eigentliche Ort Varadero. Hier gibt es viele Privathäuser und und einige kleine bis mittlegroße Hotels. Diese sind sehr einfach und für Cubaner gedacht. Ausländer dürfen nur in manchen Hotels wohnen und in Privathäusern gar nicht.
Der Strand ist unglaublich!
Weißer Sand, türkisblaues, kristallklares Wasser. Das war schon ein Paradies.
Wohnen: Hotel Villa la Mar, 3-Bettzimmer, sehr günstig.
Überraschenderweise waren für uns die Tage in dieser Tourihochburg die billigsten und auch sehr erholsame. Nicht nur die Unterkunft war günstig, sondern auch das Essen in den Restaurants (besonders an unserer Strandbar mit leckerstem Grillhähnchen) war billiger als anderswo. Es waren auch nur sehr wenige Touristen in diesem Teil der Landzunge zu finden, hauptsächlich waren Cubaner unterwegs. (Die dürfen dort Urlaub machen, wenn sie im Job besonders fleißig sind.)
Unternommen haben wir hier nichts besonderes. Einmal sind Dario und ich mit einem Coco-Taxi ans Ende der Landzunge durch die Hotelresorts gefahren. Die Tage beastanden aus Stranderholung und dem Genuß dieser unglaublich schönen Farbe des Wassers. Ich bin morgens am Strand joggen gewesen.

 

 
15. - 20. Tag
Vinales
Die Fahrt hierher ging per Umsteigestop über Havana, zuerst mit einem Taxi und dann mit einem normalen Auto (angeblich mit Lizenz!).
Wohnen: Wir haben uns in 2 Casas particular aufgeteilt. Dario und ich wohnten bei einem älteren Ehepaar mit Schwiegertochter, die mir die Haare geschnitten hat. Hier gab es gigantisch gutes Essen! Kartoffeln (eine Seltenheit in Kuba), Bataten Malanga, Kürbis, tolles Thunfischfilet ...
Hier gab es beeindruckende Mogoten zu sehen, das sind Berge mit ausschließlich senkrecht abfallenden Wänden. Genau wie die aus dem Südchinesischen Meer bzw. bei Vietnam, die man aus diversen Filmen kennt. Durch das Tal, das sich auch Nationalpark nennt (obwohl es landwirtschaftlich genutz wird) haben wir eine schöne Wanderung gemacht. Es gab wunderschöne Blicke auf die Mogoten-Landschaft, auf die heimischen Nutzpflanzen, Mimosen (vgl.Film), tolle Bäume... Außerdem konnten wir Hautnah erleben, unter welchen Anstrengungen die Campesinos ihre Felder bearbeiten. Denn dass passiert hier noch mit einem Pflug und ein paar Ochsen und dass bei 40°C in der prallen Sonne. In einem Tabak-Trockenhaus bekamen wir eine Probe von den handgedrehten Campesino-Zigarren und eine kurze Unterhaltung mit einem echten kubanischen Tabakbauern. Außerdem lernten wir, dass die Bauernfamilien die Wirbelstürme in einer der vielen Höhlen oder in winzigen stark befestigsten „Zelten“ aus Holzstangen und Palmwedeln überstehen müssen. In den Mogoten gibt es riesige Höhlensysteme (Tropfsteinhöhlen), eine davon (Gran Caverna de Santo Tomas) haben wir uns angeschaut. Die ist 43 km lang, auf 8 Ebenen. Jeder bekam eine Stirmlampe mit Mega-Akku und einen Helm. Dann ging`s los. Es gab beeindruckdene Tropfsteine, klingende Felsformationen (wie Orgelpfeifen) und waagrechte „Tropfsteine“ (A?? Name vergessen). Außerdem gab es Skotomorphogenese (Dunkelentwicklung) von Keimlingen zu bewundern, an dunkelen Stellen wo Fledermäuse Samen fallen lassen (Mein Job verfolgte mich!). Die langgestreckten bleichen Pflänzchen sterben nach kurzer Zeit ab. Für uns drei war es eine schöne Kletterei in der Höhle, besonders nachdem wir von der gesicherten Rute abwichen und tiefer in die Höhle eindrangen. Allerdings waren einige Leute in der Gruppe, die nichtmal die normalen Leitern problemlos bewältigen konnten, etwas überfordert. Da mußten Dario und Kai nachhelfen. Auch hier haben wir einen Reitausflug durch das schöne Tal unternommen. Diesmal war der Weg sehr gut, allerdings die Pferde wirklich zu klein. Kai hatte einen unlenkbaren und offenbar sehr starken Muli, der einfach immer voraus gelaufen ist und so den Weg festgelegt hat.
 
COSTA RICA

 
21. - 22. Tag
San Jose´

25.10.04 Endlich sind wir in Costa Rica angekommen!!
Aber bevor wir San José, der Hauptstadt Costa Ricas tatsächlich erreichten, mussten wir in San Salvador erst einmal die Flugzeuge wechseln. Wir können euch sagen, der Flug war echt abenteuerlich! Nichts für schwache Mägen... Der Pilot legte zu guter Letzt noch eine heftige Landung auf einem mickrigen Flughafen hin!
Unser Gepäck wurde automatisch nach San José umgeleitet und ist auch tatsächlich gleichzeitig mit uns dort angekommen - wir waren (äußerst positiv) überrascht.

26.10.04 An unserem zweiten Tag haben wir San José besichtigt und waren auch im "Museo Nacional", um etwas mehr über das Land und dessen Geschichte zu erfahren.
Leider ist das Wetter hier schlechter als es in Kuba war! In Mittelamerika ist nämlich bis Ende November noch Regenzeit. Aber trotz des Regens ist es mit ca. 25°C immer noch relativ warm! Dann müssen wir das rumlümmeln am Strand halt auf später verschieben, wenn ihr in Deutschland schon Schneemänner baut...
Die zwei Nächte haben wir im "Costa Rica Backpackers" verbracht, was bei Backpackern total beliebt ist, weil man Kaffee und einen schnellen Internetzugang für lau bekommt, die Räume im Gegensatz zu anderen Unterkünften ziemlich ordentlich sind und es außerdem einen riesigen Swimmingpool gibt!
Leider lag unser Zimmer direkt neben dem Eingang. Die letzten Touristen kamen Nachts um zwei rein und die ersten gingen schon wieder gegen vier. Jetzt könnt ihr euch ungefähr vorstellen, wie viel Dario mit seinem leichten Schlaf geschlafen hat. Für Kai war das natürlich kein Problem - der kann überall und unter allen Umständen schlafen...


23. -26. Tag
San Isidro / Chirripo / San Jose´

 

27.10.04 Heute sind wir um sechs aufgestanden, damit wir den Bus nach San Isidro kriegen. Wir sind also nach dem Frühstück frohen Mutes in Richtung Bushaltestelle aufgebrochen... Irgendwann hatten wir aber keine Lust mehr zu laufen und haben uns ein Taxi genommen. Zu unserer außerordentlichen Überraschung machte der Taxifahrer erstmal eine Kehrtwende und fuhr in die komplett andere Richtung, als in die, die wir die ganze Zeit gelaufen waren. (Und wer war Schuld?? Da hatte wohl jemand etwas beim Lonely Planet lesen missverstanden, oder Kai? Zum Glück waren wir so faul! Wer weiß, wo wir am Ende gelandet wären...)
Am Ende bekamen wir jedenfalls den geplanten Bus. Dieser fuhr über einen 3491 m hohen Pass, der "Cerro De La Muerte" - also Berg des Todes genannt wird. Unserer Meinung nach könnte man das aber eher auf den Fahrstil der Busfahrer zurückführen... Lieber Gott!! Selbst die Einheimischen haben zeitweise zu schwitzen begonnen!
In San Isidro angekommen, sind wir in den nächsten Bus gestiegen, der uns einen ziemlich steilen Berg hochbrachte. Es waren zwar nur 20 km, aber trotzdem brauchten wir ungefähr 1 ½ Stunden, zumal der Bus mit ca. 100 Passagieren absolut überfüllt war.
Vom Fuße des Chirripó aus mussten wir den Rest des Weges bis zu unserer Hütte zu Fuß zurücklegen und kamen dabei natürlich mehrmals in heftige Regengüsse!! Abends um halb sieben waren wir aber endlich - total durchnässt - da und fielen um sieben wie die Toten ins Bett. In dieser Nacht hat bestimmt selbst Dario tief und fest durchgeschlafen...

28.10.04 Um sechs des heutigen Tages sind wir schon wieder auf den Beinen und bereit zu unserer Bergbesteigungsaktion!! Geplant ist eine 2 - Tages - Tour: heute wollen wir erst einmal 14,5 km bis zu einer Berghütte wandern und dort übernachten. Am 2. Tag wollen wir dann die restlichen 450 Höhenmeter überwinden und uns vom Gipfel aus den Sonnenaufgang ansehen.
Heut war es wieder sonnig und schön warm. Kai war bereits nach 2 km vollkommen durchgeschwitzt (das könnt ihr wunderbar auf den Bildern sehen).
Nach 3 h und sieben zurückgelegten Kilometern auf einem äußerst matschigen Weg und begleitet von tausenden von Moskitos erreichten wir eine Berghütte, wo wir erst einmal was zu Mittag aßen. Das halbe Baguette für jeden von uns war für Dario offensichtlich schon zu viel. Nach kurzer Zeit musste er eine Pause einlegen, um seinen Magen wieder etwas zu beruhigen. Die Zeit nutzte er, um im Nebelwald in Ruhe ein paar Seiten seines Buches zu lesen. Da Kai in seinen nassen Klamotten fror, beschloss er, schon mal allein weiterzugehen. Bei Kilometer 10 beschloss er, auf Dario zu warten, aber als dieser nach einer Weile noch nicht da war, schloss er sich einem kanadischen Pärchen an und lief mit ihnen den Rest bis zur Hütte. Während Kai schon eine Weile auf der Hütte war, war Dario immer noch unterwegs und kam in einen heftigen Regenschauer, so dass Kai schon dachte, er wäre den Berg heruntergespült worden. Aber letztendlich kam auch Dario bei der Hütte an, wo ihn ein strahlender Kai erwartete, froh darüber, dass doch nichts passiert war. Total unterkühlt fand Dario dann auch eine eigentlich kalte Dusche richtig warm (was er am nächsten Tag gar nicht mehr nachvollziehen konnte...). An diesem Abend gab's Spaghetti, die Kai im Tal gekauft hatte. Leider waren in der Packung einige Insekten unterwegs, aber da wir zwei harte Kerle sind, hatten wir nichts gegen die Fleischbeilage *hust* ...

29.10.04 An unserem zweiten Tag der Bergbesteigungsaktion sind wir schon um halb vier aufgestanden, da wir den Gipfel ja noch vor Sonnenaufgang erreichen wollten. Deshalb marschierten wir auch tapfer ohne Frühstück los. Nach ca. einer Stunde war jeder Schritt eine einzige Qual, da die Luft schon absolut dünn war.
Kai, in der Ansicht, dass der Aufstieg für einen so genialen Handballer wie ihn kein Problem sei, hatte sich wohl etwas überschätzt und legte die letzten Meter schließlich auf allen Vieren kriechend zurück. Die Blöße, sich vor den anderen Bergsteigern zu übergeben, gab er sich dann aber nicht, sondern kämpfte sich tapfer nach oben.
Um 5:30 Uhr waren wir dann schließlich ganz oben (Juchhu! Wir haben's geschafft!!!) und hatten einen so tollen Ausblick, wie ihr ihn euch nicht vorstellen könnt!! Wir haben viele tolle Bilder dort oben gemacht. Und obwohl es eiskalt war, war es ein echt toller Moment auf dem Chirripó mit seinen 3819 Metern!!
Später machten wir uns wieder an den Abstieg und nach einem Frühstück in der Berghütte und einer Mütze voll Schlaf wanderten wir zurück zum Fuße des Berges. Der Weg war wieder total matschig und rutschig. Irgendwann hörte Kai hinter sich nur einen Schrei und als er sich umdrehte, lugten nur noch Darios Beine aus einem Busch heraus, mit dem er nähere Bekanntschaft gemacht hatte (Kai konnte sich nicht wirklich das Lachen verkneifen).
Jedenfalls fühlen wir uns wie Helden, seit wir wieder im Tal sind.
An diesem Abend um 7 Uhr fielen wir mal wieder wie Steine ins Bett und nichts vermochte uns aufzuwecken...

30.10.04 Um 6 Uhr haben wir unser nasses Zeug zusammengepackt, um wieder zurück nach San José zu fahren. Dort haben wir uns an die Planungen für das nächste Land, durch das wir reisen wollen gemacht: Nicaragua.
Außerdem konnten wir noch mal die Gelegenheit nutzen, unsere Kontakte nach Deutschland zu pflegen bevor wir ins Bett gingen - voller Vorfreude, was uns wohl als nächstes erwartet!

 

 
NICARAGUA

 
27. - 28. Tag
San Juan del Sur

 

1.10.04 Wir sind in Nicaragua angekommen!! Der Weg hierhin war ziemlich hart! Um sechs haben wir San José (mal wieder ohne Frühstück - besonders hart für Kai) verlassen und hatten vier Stunden bei Hitze im Bus gesessen, als wir die Grenze zwischen Costa Rica und Nicaragua erreichten. Obwohl Dario perfekt spanisch spricht, gab es da Probleme mit der Grenzabfertigung. Total kompliziert und undurchsichtig!!
Den Rest des Weges nach San Juan del Sur (www.nicamigo.com/sjds.html) , wo wir bis morgen bleiben wollen, sind wir dann mit einem Taxi gefahren. SJDS ist ein total schönes Fischerdorf direkt am Pazifik, der vor allem bei Surfern sehr beliebt zu sein scheint. Den Rest des Tages nutzten wir dann dazu, am Strand ein bisschen zu relaxen und unseren Teint den Einheimischen etwas mehr anzugleichen.
Für morgen haben wir geplant, auf Ometepe zu klettern; einen von mehreren Vulkanen, die es auf der Vulkaninsel im Nicaraguasee gibt.


29. -30. Tag
Altagracia

 

 

2.11.04 Unsere Hausbesitzerin organisiert uns ein "Taxi Collectivo" --ein Sammeltaxi, dass uns günstig von San Juan nach San Jorge in der Nähe von Rivas bringt. Dort besteigen wir eine alte Fähre (nur für 5 Personen) und schippern so eine Stunde lang über den Lago de Nicaragua auf die Vulkaninsel Ometepe! Der See ist der größte Süßwassersee Mittelamerikas (170 mal 60Km gross)...dort fahren wir über eine so genannte Strasse mit einem uralten Bus nach Altagracia (Hotel Centra).

3.11.04 Wir haben uns zusammen mit Laura, die uns weiterhin begleitet, einen Guide organisiert, der uns den 1610m hohen Vulkan hinaufführen will. Der Weg ist doch ziemlich steil und geht wirklich quer durch den Wald...echt abenteuerlich. Leider ein bisschen zuviel für Laura...nach 5 h und auf 1000Metern entscheiden wir uns umzudrehen, da sie nicht weiter kann und ein Abstieg nur in der Gruppe möglich ist! Der Abstieg hat es jedoch ziemlich in sich, so dass wir immer noch 4 Stunden brauchen um den kompletten Weg zurück zu schaffen... Echt ein Abenteuer!
Abends findet ein großes Stadtfest statt (insgesamt geht es über mehrere Tage) wir dürfen die Pfahlkletterei der jungen Männer des Dorfes miterleben... Aufgabe ist es den mit Fett beschmierten 6m hohen Pfahl zu erklimmen...keiner der Jungs schafft es trotz der lauten Anfeuerungsrufe und Schreie der versammelten Dorfgemeinschaft die Fahne an der Spitze zu erobern... gefeiert wird danach trotzdem in den Strassen!!!

 

 
31. Tag
Santo Domingo

 

4.11.04 Ziemlich zerstochen von der Nacht (Kai hat beide Beine mit fast 100 Stichen voll!!!) machen wir uns wieder auf den Weg über die Insel. Nächste Station : Santo Domingo...dort gibt es eine Quelle die sich in einen kleinen Teich ("Water Eye") ausweitet, in dem man toll baden kann.
Nachts bricht ein echtes Gewitter über uns herein...gemeinsam vernichten wir einen Großteil unseres Havanavorrats...
Kai wird in der Nacht nun endgültig von den Schnaken heimgesucht (50 Stiche allein auf dem Rücken..)


32. - 33. Tag
Merida

 

 

5.11.04 Heute fahren wir weiter nach Merida unterhalb des zweiten Vulkans auf der Insel. Unsere Unterkunft für diesen Abend ist ein witziges Backpackers...Wir gehen früh ins Bett um fit für die anstehende Bergtour zu sein.

6.11.04 Während der Nacht und am morgen regnet es - da eine Besteigung in tiefem Matsch gefährlicher und schwieriger ist und vor allem weil Kai genug von den Horden von Schnaken auf der Insel hat...sagen wir morgends die Tour ab und machen uns auf den Weg nach Granada...Gott sei Dank!!
Was wir nämlich erst im Bus erfahren: Am nächsten Tag fahren keine Busse (da im ganzen Land Wahlen sind)...wir wären also auf der Insel festgehangen!!
Die heutige übernachtung ist in einem der bekanntesten und auch coolsten Backpacker " Bearded Monkey"...ist leider ziemlich voll aber echt super!
Abends schauen wir DVDs ( Life of Brian!!!)

 


34. Tag
Granada

7.11.04 Wir spannen mal so richtig aus und lassen unsere Sachen waschen und trocknen...war alles ziemlich feucht und muffig wegen der hohen Luftfeuchtigkeit auf der Insel (Man hat wirklich gar nichts mehr trocken bekomment!!)
Wir geniessen diesen ruhigen Wahlsonntag bei Billard, Bier und DVD!!!
Zufällig finden wie in der Stadt ein Reisebuero und buchen unsere Fluege auf die Corn Islands für den nächsten Tag!!

35. - 39. Tag
Corn Islands

 

8.11.04 Wir fahren mit dem Bus nach Managua. Auf dem Weg zum Flughafen schauen wir noch auf einem Markt vorbei, wo wir neben etwas Obst und anderem Allerlei auch noch eine Gitarre kaufen (yieppiehhh!!)
Später fliegen wir mit einer ziemlich kleinen Maschine bei katastrophal stürmigem Wetter zu den Corn Islands einmal quer über die kaum besiedelten Gebiete des Nicaraguanischen Urwalds, die Bluefields und das Karibische Meer. Nach knapp 1 ½ Stunden erreichen wir Big Corn Island. Dort ist es nicht weniger windig - stürmig trifft es eher!
Wir wohnen ganz allein im Hotel "Beachview" direkt am Meer, von dessen Balkon wir fast runtergeblasen werden!! Das hält uns natürlich nicht von einer weiteren nächtlichen Jam - Session mit Gitarre und Havanna ab!

9.11.04 Auf Big Corn Island laufen wir zur Nordspitze zum "Silver Sand Beach", der einmalig ist! Leider ist es heute immer noch sehr windig. Deshalb beschließen wir kurzerhand, der Nachbarinsel Little Corn Island einen Besuch abzustatten.
Kommentar unserer Vermieterin das Wetter betreffend: "You can put your life in danger!" - Na, sehr ermutigend...

10.11.04 Endlich beruhigt sich das Wetter wenigstens ein bisschen. Der Bootsfahrer plant, die Strecke über 30 km in einer halben Stunde zurückzulegen. Unser erster Gedanke, dass das ja dann ziemlich abgehen muss, trifft voll zu!! Durch Sturm und Wellen rast das Boot zur Schwesterinsel, während wir Passagiere die Abdeckplane festhalten müssen und - angekommen auf Little Corn Island - wie einige unserer Mitfahrer damit kämpfen, unsere Mägen wieder zu beruhigen...
Unsere Unterkunft hier heißt "Sunset Paradise" und hat diesen Namen auch redlich verdient! Wir wohnen direkt an einem tollen, ruhigen Strand am anderen Ende der Insel in netten Cabanas.
Nachts ist auf dem Gelände sogar richtig was los: Tausende von Krebsen versuchen das Wasser zu erreichen... und die warten echt riesig - wartet mal auf die Bilder!!
Ansonsten erholen wir uns hier prächtig: kaum Leute, schöner Strand und wir in unseren Hängematten!

11.11.04 Wir nutzen den Tag noch mal zum Ausspannen am Strand, wo Kai mal wieder Spanisch lernt, um nicht mehr ganz so abhängig von Dario zu sein.
Abends essen wir im "Dona Bridget" unglaublich leckere Langusten!! Das dieses Lokal "Best Eatery" genannt wird, ist gut zu verstehen!! Auf dem Heimweg kämpfen wir wieder mit allerhand Getier wie den Riesenkrebsen, das sich auf dem Weg rumtreibt. Nachdem sich einer von ihnen in Darios Schuh festgekrallt hat, sind wir echt froh, noch alle Zehen am Fuß zu haben...

12.11.04 Wir machen uns wieder auf den Rückweg nach Big Corn Island, da unsere Flüge zurück nach Nicaragua schon vorreserviert werden mussten.
Bei mittlerweile fast wolkenlosem Himmel und einer leichten Brise ist die Fahrt mit dem Boot ein echter Spaziergang verglichen mit der Hinfahrt.
Am Abend kommen wir noch mal in den Genuss hervorragenden Essens und später eines lustigen Videoabends ("Armageddon" und "The Beach") ... zumindest so lange der Strom da ist!


40. - 42. Tag
Leon

14.11.04 Wir haben uns auf den Rückweg zum Festland gemacht und sind dann mit dem Bus von Managua nach León in den Nordwesten von Nicaragua gefahren. Dort war es zwar etwas kühler, aber das sorgte nur dafür, dass es weniger Schnaken gab!! Hier wohnten wir in einem, für diese Gegend typischen Haus in einem netten Innenhof. Abends gab's tolle Live-Musik mit nicaraguanischen Volksliedern... echt toll!

15.11.04 Weil die Stadt so schön erholsam ist, entschieden wir uns, länger zu bleiben und gingen statt zum Bus erstmal nett Frühstücken!
Danach machten wir einen kleinen Rundgang in der Stadt, wo es einen tollen zentralen Platz mit einer großen Kirche gab, auf dem Abend für Abend richtig was los ist!!
Also gehen wir Abends dort schnell mal was essen - wobei "schnell" nicht so ganz zutrifft, da das Essen stundenlang auf sich warten lässt (Sandwich!!! echt ein kompliziertes Essen). Also wechselten wir in der Zwischenzeit von Bier auf Rum... es sollten in dieser Nacht noch einige Gläser werden!!!


43. - 44. Tag
Esteli

 

16.11.04 Wir fuhren weiter Richtung Norden in die Berge nach Estelí. Das Wetter ist mittlerweile recht frisch, aber die Landschaft hier wunderschön!!!

17.11.04 Wir wollten heute einen Wasserfall mit einem kleinen Badesee außerhalb der Stadt besuchen. Nach einer Stunde wandern trafen wir auf ein Schild "5 KM". Das war uns dann doch ein bisschen zu weit, also sind wir wieder heim gelaufen, weil schon Nachmittags um halb sechs immer die Sonne untergeht!!
Zu Hause haben wir noch mal nen gemütlichen Abend eingelegt. Wie wichtig diese Ruhepause werden würde, konnten wir da noch nicht wissen!!!

 

 

HONDURAS


45. - 46. Tag
Tegucigalpa

18.11.04 Wir fuhren von Estelí an die Grenze nach Honduras (ca.3h). Dort mussten wir knapp 1,5 Stunden auf den Anschlussbus warten bis wir mit dem - für die hiesigen Verhältnisse komfortablen - Bus gen Tegucigalpa, der Hauptstadt von Honduras fahren konnten.
Knappe 50 km hinter der Grenze wurden wir von Polizeiwachen angehalten...
Alle Männer des Busses mussten aussteigen und wurden überprüft. Es herrschte ziemliche Aufregung, weil das sogar für die Honduraner eine ungewohnte Vorgehensweise war!! Einer der jungen Männer wurde von den Wachen sogar mitgenommen. Als wir gerade weiterfahren wollten, kam der Oberpolizist noch mal rein und holte einen weiteren jungen Mann aus dem Bus... keinen der beiden haben wir wieder gesehen...
Nach weiteren 5 Stunden Fahrt kamen wir Abends in der Millionenstadt Tegucigalpa ziemlich müde und kaputt an...
Im "Tabacco Inn" fanden wir eine tolle Unterkunft... An der Hausbar saßen wir bis spät nachts trinkend rum, rauchen Zigarren und diskutierten mit dem Besitzer (Einem Ami aus Miami, der von 7 Jahren ausgestiegen ist!!)..

19.11.04 Heut haben wir uns Tegucigalpa in Ruhe angeschaut und sind in das Landesmuseum in einer Villa oberhalb der Stadt gegangen... Von dort aus haben wir einen tollen Blick auf die Stadt, die sich an den umliegenden Bergen hinaufzieht genossen.
Am Nachmittag ging Kai zu einem Friseur und ließ sich wieder einen ordentlichen Look verpassen. Dazu gehörte unter anderem auch eine Rasur (so richtig mit Rasiermesser... ); wirklich interessant.
Abends gingen wir, wie sehr oft hier, ins Kino zu "Underworld" - echt cool!!!
Danach gab es Jam - Live - Musik in unserer Hausbar...mit zwei Jungs und Akustikgitarre...Auch Kai durfte später einige europäische Beiträge leisten... und es wird wieder mal sehr spät!!


47. - 48. Tag
La Union

 

20.11.04 Heute stand eine 7 - Stunden - Fahrt mit dem Bus in die Berge Richtung Norden an. Unser Ziel war La Union!! Da unser Busfahrer verpennte, uns an der richtigen Kreuzung raus zu lassen, mussten wir zur Kreuzung zurücklaufen! Leider verpassen wir so unseren Anschluss und mussten in die Berge trampen...
Auf der Ladefläche eines Pickup kamen wir nach weiteren 2,5 Fahrt Abends in La Union an...
Dort ist außer uns scheinbar kein anderer Tourist und so sind wir amüsanterweise die Attraktion des Dorfes!!!
Zu unserem großen Ärgernis mussten wir unsere Unterkunft abends noch tauschen, weil unsere keine Möglichkeit zum duschen hatte... (Möglichkeit zum duschen heißt hier in den Bergen: Zwei Eimer mit Wasser und einer Schale)
Tja...das war schon so ne Sache mit dem Ort!!! Das ist so ziemlich jeder Typ mit einer Knarre in der Hose rumgelaufen... Das macht einen irgendwie ziemlich nervös!!!

21.11.04 Heute sind wir um 5 Uhr aufgestanden, um früh mit einem der Arbeiter Richtung Nationalpark fahren zu können...
Was wir jedoch vergessen hatten: Es war Sonntag!!! Also entschieden wir uns, Fahrräder zu leihen und so die 14km in die Berge zu fahren... was für eine Fehlentscheidung!
Ohne Frühstück, mit kleinem Wasservorrat und bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns an den Aufstieg!!
Nach zwei Stunden und 7 km steil den Berg hoch kam doch noch ein Auto vorbei und hat uns auf seiner Ladefläche mitgenommen... Kai war an diesem Punkt schon total im Eimer!!!
Im Nationalpark trafen wir natürlich nicht den versprochenen Parkhüter, der uns durch den Park führen soll... Also machten wir uns mutig selbst auf den Weg..
Eine Beschilderung existierte in weiten Teilen und so machten wir eine tolle Wanderung durch den Nebelwald (begleitet von Regen). Nach knapp 2h waren wir erschöpft wieder bei unseren Rädern! Im Eiltempo rasten wir die 14 km bergab zurück nach La Union. Da die Bremsen (und die Räder im allgemeinen) eine Katastrophe waren, sind wir heilfroh wieder gesund angekommen zu sein!!!

 


49. - 56. Tag
Bay Islands

22.-27.11.04 Über La Ceiba sind wir an die Karibikküste gekommen und mit der Fähre nach Utila gefahren. Dort mieteten wir uns ein bei "Underwater Vision". Ein tolle Tauchschule...wir haben unser Zimmer direkt am Meer und Bootssteg. Echt super!!!
Kai machte dort seinen "Scuba Diver Open Water Lisence" und darf jetzt toll tauchen!
Dario entschied sich seinen "Advanced Tauchschein" zu machen und besucht u.a. ein Wrack in 30m Tiefe!
Die nächsten Tage machten wir also unseren Schein und müssen dafür ordentlich üben und lernen! Abschluss nach der bestandenen Prüfung war eine rauschende Party!!

28.11.04 Wir waren die einzigen, die nach der rauschenden Party vom Vortag Tauchen gehen wollen bzw. können!
Wir machten zwei super Tauchgänge mit Moränen, Rochen, tollen Fischen und einem 50minütigen Driftdive!!!

29.11.04 Zurück auf dem Festland machten wir am Nachmittag eine "Canopy - Tour" in den Bergen von La Ceiba. Das heißt, man saust an Drahtseilen entlang zwischen Baumwipfeln durch den Dschungel und über einen Fluss!! Echt super!!!


57. - 58. Tag
Copan

 

30.11.04 Ziemlich früh brachen wir zu unserer letzten Etappe in Honduras, den Maya - Ruinen von Copán auf. Die Fahrt verlief weitestgehend ohne Probleme und wir fanden eine nette Unterkunft mit Fernseher!!! Da wir schon lange nicht mehr in den Genuss eines solchen gekommen sind, kamen wir bis spät in der Nach nicht mehr davon los!

1.12.04 Auch ohne Adventskalender machten wir uns auf zu den Maya - Ruinen von Copán!
Ein wirklich beeindruckendes Stück zentralamerikanischer Geschichte. Besonders das Sielfeld des damals sehr beliebten Sports "Peleton" gefällt uns! Damals wurde meist einer der Spieler der Mannschaft, die verloren hatte nach dem Spiel geopfert! Wenn das nicht eine Motivation war... würde auch noch heutzutage so manchen Sportlern helfen *g*

 

 
Guatemala

59. - 64. Tag
Xela
2.12.04 Heute ging es von Honduras mit einem Shuttle Richtung Guatemala weiter. Für einen kleinen Aufpreis ließ sich sogar der Fahrer überzeugen uns direkt am Busbahnhof Richtung Xela abzusetzen.
Dort angekommen suchte sich Dario eine Unterkunft für die Nacht, da er für 10 Tage zu seiner Familie fliegt, sein Flug nach Kolumbien jedoch erst morgen geht.

Ich selbst fuhr mit dem Bus über 4 Stunden nach Xela in die Berge. Als ich spät Abends ankam, war es bereits dunkel und beim Aussteigen blies mir die kalte Bergluft entgegen. Immerhin liegt Xela auf 2500m.
In der Schule wurde ich von meiner Hausmutter abgeholt und mit zu ihr nach Hause genommen. Dort bekam ich ein kleines aber nettes Zimmer im Hof der Familie! Ich ging noch schnell eine pizza essen und legte mich dann schnell ins Bett. Hier ist es wirklich irre kalt!!!!

3.12.04 Vormittags erkundete ich nach dem Frühstück in der Familie die Stadt und machte einige notwendige Besorgungen.
Außerdem stellte ich mich in der Schule vor (http://www.inepas.org/ALE/escuela.asp) , in der ich gleich Nachmittags meine ersten 5 Unterrichtsstunden hatte...Ich kämpfe noch ziemlich!
Abends fand eine lustige Feier in der Schule statt. Ich lernte die ersten Leute kennen und stellte fest, dass es echt ein bunter Haufen aus aller Welt ist.

4.12.04 Heute stand eine Wanderung auf einen alten Vulkan als Schulausflug auf dem Plan. Im Kegel des Vulkans ist ein toller See! Wirklich wunderschön!
Während wir uns auf dem Kegel die Augen aus schauten, hatten wir das Glück, dass genau zu diesem Zeitpunkt der Nachbarvulkan einen kleinen Ausbruch zum Besten gab und ordentlich Rauch und Asche in die Luft blies.
Abends wurde ich dann durch Mitstudenten ins Nachtleben eingeführt.

5.12.04 Ich hatte ein tolles Frühstück in meiner Hauskneipe "Barveria", die den Besten Kuchen der Region haben!!! Hier werde ich noch öfters Nachmittags anzutreffen
sein! Der Nachmittag war dem Lernen vorbehalten...aechz! Ich will mich ja Montags bei meiner neuen Lehrerin nicht blamieren...!

6.12.04 Wie jeden Tag musste ich um 6:30Uhr Aufstehen, da es in der Familie um 7:15Uhr Frühstück gab!!!
Um 8 Uhr war Beginn des Unterrichts...ich hab eine sehr nette junge Lehrerin...Marlin ist grade mal 24 Jahre aber immerhin schon verheiratet und hat ein Kind...also da kommt man sich fast wie ein alter Mann vor!!!Der Unterricht ist super...die Menge der Hausaufgaben am ersten Tag nicht so...!

Nachmittags wieder "Baveria"...zum Lernen..aechz!! Aber erste Erfolge zeigten sich! Ich konnte immerhin meine heiße Schokolade selber bestellen! *g*
Nikolaus fiel leider aus, da es hier nicht gefeiert wird. Die Entschädigung folgte jedoch am nächsten Tag!!

7.12.04 Heute war ein wichtiger Tag für alle in der Stadt...
An diesem Tag wird üblicherweise der Teufel mit Feuer aus den Häusern ausgetrieben, da die vielen Feuer vor den Häusern jedoch zu massenhaften Müllverbrennungen (inkl. Autoreifen usw.) führten, ist diese Tradition etwas zurückgedrängt worden...gefeiert wird trotzdem!!!
Mit Lagerfeuer, Marshmallows und Gitarre feierten wir im Garten der Schule. Es wurde eine lange Nacht!!!!